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Kaminverkleidung erneuern im Kanton Aargau

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Warum muss eine Kaminverkleidung erneuert werden?

Die Verkleidung eines Kamins – ob aussen am Schornstein oder innen im Wohnraum – ist verschiedenen Belastungen ausgesetzt:

  • Witterungseinflüsse: Regen, Frost, UV-Strahlung und Temperaturschwankungen setzen der Aussenhülle zu.
  • Altersbedingter Verschleiss: Putz bröckelt, Fugen werden undicht, Platten lösen sich.
  • Feuchtigkeit und Versottung: Durchfeuchtetes Mauerwerk drückt den Putz ab oder führt zu Ausblühungen.
  • Optische Gründe: Ein veralteter oder beschädigter Kamin passt nicht mehr zum renovierten Wohnraum.
  • Brandschutz: Eine intakte Verkleidung ist Teil des baulichen Brandschutzes und muss den aktuellen Vorschriften entsprechen.

Arten der Kaminverkleidung

Aussenverkleidung (Schornstein über Dach)

  • Verputz: Der klassische mineralische Putz, aufgebracht auf das Schornsteinmauerwerk. Muss wetterfest, frostbeständig und diffusionsoffen sein.
  • Schornsteinverblechung: Verkleidung mit Blech (verzinkter Stahl, Kupfer oder Aluminium) als Wetterschutz.
  • Eternit- / Faserzementplatten: Robuste und langlebige Verkleidung, vor allem bei älteren Gebäuden.
  • Vormauerung: Eine zusätzliche Klinkerschale schützt das Schornsteinmauerwerk.

Innenverkleidung (Wohnraum)

  • Gipskarton / Rigips: Leichte, nicht brennbare Platten für den Innenausbau (F30 / F90).
  • Putz auf Mauerwerk: Direkt auf das Schornsteinmauerwerk aufgebracht.
  • Holzverkleidung: Nur in ausreichendem Abstand zum Kamin und mit Brandschutzauflagen.
  • Naturstein / Keramik: Hochwertige Verkleidung für Cheminées und Wohnraumkamine.

Wichtige Vorschriften

Im Kanton Aargau – wie in der gesamten Schweiz – müssen Kaminverkleidungen die geltenden Brandschutzvorschriften der VKF (Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen) einhalten. Dies betrifft insbesondere:

  • Abstände von brennbaren Bauteilen zum Kamin
  • Brandschutzklasse der verwendeten Materialien (RF1)
  • Dämmung und Wärmeschutz
  • Dampfdiffusion (Verhinderung von Kondensat)

Der Kaminfeger kann im Rahmen der Feuerungskontrolle prüfen, ob die Verkleidung den Vorschriften entspricht.

Ablauf der Verkleidungssanierung

  1. Zustandsanalyse: Prüfung der bestehenden Verkleidung, Feststellung von Schäden.
  2. Entfernung: Alte Verkleidung, Putz oder Platten werden entfernt.
  3. Untergrundvorbereitung: Reinigung, ggf. Ausbesserung des Mauerwerks.
  4. Neue Verkleidung: Aufbringen des neuen Materials – Putz, Platten oder Blech.
  5. Abschluss: Kontrolle durch den Fachbetrieb und ggf. den Kaminfeger.

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