Kaminkopf und Mauerwerk sanieren
Der Kaminkopf ist der oberste Abschluss des Kamins über dem Dach. Er ist der Witterung direkt ausgesetzt und oft zuerst von Schäden betroffen. Auch das übrige Kaminmauerwerk kann durch Feuchtigkeit, Temperaturwechsel oder Alterung geschädigt werden.
Typische Schäden am Kaminkopf
- Risse im Mauerwerk oder Putz
- Abplatzungen und lose Steine
- Defekte oder fehlende Abdeckung
- Eindringendes Regenwasser
- Moos- und Pflanzenbewuchs
- Versottung und Feuchtigkeit
Mauerwerksreparatur
Risse, lockere Fugen und abplatzender Putz können die Standsicherheit und Dichtheit des Kamins beeinträchtigen. Die Reparatur umfasst:
- Entfernen loser Teile und Reinigen der Schadstellen
- Auffüllen und Verfugen mit geeignetem Material
- Ersetzen beschädigter Steine oder Kaminplatten
- Abdichten gegen Feuchtigkeit
- Gegebenenfalls Verputzen oder Beschichten der Aussenseite
Kaminkopf sanieren
Eine Kaminkopfsanierung umfasst in der Regel:
- Sanierung oder Ersatz der Kaminkopfabdeckung (Beton, Stein oder Metall)
- Reparatur des Mauerwerks im Kopfbereich
- Abdichtung der Übergänge zwischen Kamin und Dachhaut
- Spenglerarbeiten: Blechabdeckungen, Kaminblech, Ziega
- Montage eines Marderschutzes oder Regenhaube falls gewünscht
Abdichtung im Dachbereich
Der Übergang zwischen Kamin und Dach ist eine kritische Stelle. Undichtigkeiten führen zu Feuchtigkeitsschäden am Dachstuhl und in den darunterliegenden Geschossen. Die fachgerechte Abdichtung ist Aufgabe des Spenglers oder Dachdeckers.
Arbeiten am Kaminkopf und auf dem Dach sind nur durch Fachpersonen mit entsprechender Ausbildung und
Sicherheitsausrüstung auszuführen. Bitte fotografieren Sie den Kaminkopf nur vom Boden aus oder aus
sicherer Entfernung.
Hinweis: Der ausführende Fachbetrieb legt das technische Vorgehen nach Besichtigung fest.
Behörden- oder fachliche Anforderungen sind projektspezifisch zu prüfen. Nicht jede Kaminkopfsanierung
erfordert eine separate Bewilligung – dies ist mit der Baubehörde oder dem Kaminfeger zu klären.